Autor: THG

Licht für den Frieden in der Ukraine

Am Freitagabend, den 29.04.2022 fand um 21.00 Uhr ein Lichterzeichen aller Essener Gymnasien im Gedenken an den Ukraine-Konflikt statt. Daran beteiligte sich auch das Theodor-Heuss-Gymnasium. Seine Solidarität mit der Ukraine hatte die Schule bereits zu Beginn des Konfliktes mit der gesamten Schülerschaft  bekundet. Die Schülerverwaltung malte dazu auf dem Schulhof eine dauerhaft angelegte Friedenstaube, die jetzt illuminiert wurde.

Die Schüler, Eltern und Lehrer waren aufgerufen, zeitgleich zu Hause eine Kerze aufstellen und in einem Moment der Stille zu verweilen. Um die Integration von Kindern und Jugendlichen hier vor Ort  unterstützen gibt es einen engen Austausch mit dem Verein “Kettwig hilft”.

Die Friedenstaube am 12. März, dem Tag ihrer Entstehung

Hilfe für die Ukraine

Wie kann man die Menschen in der Ukraine zu unterstützen? Die Schülerinnen Lily und Liah der Klasse 5c wollten nicht nur einfach zusehen und nichts tun. Beide hatten die Idee, Selbstgebasteltes wie Armbänder, Solidaritätsschleifen, Anhänger, bemalte Steine und Bilder zu verkaufen. Sie bastelten in ihrer Freizeit und bauten vor Lilys Haus einen Verkaufsstand auf. Ein ganzes Wochenende über verkauften sie ihre Basteleien. Um Reklame für ihren Stand zu machen, posteten sie im Internet, z.B. auf Facebook, wo ihr Stand steht. Die Werbung hatte Erfolg. Liah: „Es sind viele Leute gekommen. Am Samstag, dem ersten Tag, kamen einige Schüler aus unserer Klasse und am Sonntag auch Nachbarn und Fremde.“ „Es waren viel mehr, als wir gedacht hatten“, so Lily. Die Armbänder waren am Ende alle ausverkauft. So brachte ein Wochenende 287,27 Euro ein. Liah und Lily spendeten das Geld der Aktion „Deutschland hilft“. Sie schrieben sogar einen Zeitungsartikel, der in der Rheinischen Post und im Ratinger Wochenblatt veröffentlicht wurde.

Liah und Lily. Ihre Devise: Wir möchten den Menschen helfen, aktiv sein, denn wenn uns so etwas passieren würde, würden wir uns auch über Hilfe freuen.

“Sauberzauber” am THG

Auch dieses Jahr nahmen die Fünftklässler des THG wieder am Picobello-Sauberzauber der Stadt Essen teil. Die schöne und nachhaltige Aktion ist mittlerweile fester Termin im Kalender der Schule.  Sie führt schon die Jüngsten an nachhaltiges Handeln heran und stärkt ihr Bewusstsein für den Umweltschutz. Ausgestattet mit großen und kleinen Zangen, Handschuhen, Warnwesten und Müllbeuteln sammelte die gesamte Jahrgangsstufe 5 Müll.

In Begleitung der Paten und KlassenlehrerInnen ging es mehrere Stunden lang durch Kettwig. Die Fünftklässler verstanden den tieferen Sinn der Aktion sofort: „Der Plastikmüll kann Tiere verletzen oder sie fressen Kleinteile, weil sie es für Futter halten. Daran können sie sterben. Außerdem kann der Müll auch in die Ruhr und die Seen oder die Meere gelangen. So haben wir die Tiere geschützt.“

Fazit: Nachhaltigkeit kann sehr viel Freude bereiten – und dabei taten die THGler noch etwas Gutes für den Stadtteil.

Eine kleine Auswahl besonderer Fundstücke

Süßigkeitenverkauf für die Ukraine

Anlässlich der Krise in der Ukraine hatten fünf Schülerinnen der Klasse 5a eine besondere Idee: Sie baten ihre Eltern um Spenden von Süßigkeiten für einen Sonderverkauf zugunsten der Menschen dort. An vier Tagen boten sie nach dem Unterricht feil, was zusamengekommen war. Und der Erfolg blieb nicht aus: Die stolze Summe von 225 Euro konnte für die Menschen in Not auf das Spendenkonto der Johanniter überwiesen werden.

Überwältigend war dabei nicht nur das Interesse am Erwerb der Leckereien, auch die Bereitschaft zu spenden fand Isabella eindrucksvoll: „Für mich war es überraschend, dass viele über den Preis der Süßigkeiten hinaus gespendet haben. Viele haben auch auf das Wechselgeld verzichtet.“

Tatsächlich bildeten sich regelmäßig Menschentrauben um den liebevoll dekorierten Verkaufstisch.Jonathan aus der Klasse acht findet die Aktion gut, „weil die Ukraine Hilfe von der Schule braucht und alle helfen sollten.“ Leandra, die bei der Aktion mitgemacht hat, fand es gut, „dass unsere Idee, der Ukrainer zu helfen, auch von der Schule ermöglicht und unterstützt wurde.“ Dass letztlich so viel Geld zusammen kam, fand Miya überraschend und sie ist sich sicher, „dass damit auch wirklich geholfen werden kann.“Isabella, Miya, Leandra, Marlena und Vanessa beim Verkauf der Restbestände am letzten Tag.

Frieden!

Einen Beitrag gegen den Krieg und für den Frieden leisteten die Schülerinnen und Schüler des THG. Nachdem die Schülervertretung die Friedenstaube auf dem Schulhof aufgezeichnet hatte, versammelten sich alle, um ihre Sehnsucht nach dem Ende des Krieges in der Ukraine zum Ausdruck zu bringen.

Die Evolution des Menschen erkunden

Ins Neanderthalmuseum führte die Abschluss-Exkursion des diesjärigen Leistungskurses 12 Biologie. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei einen besonderen Einblick in die Humanevolutionsforschung. Und sie erlebten einen wunderbarer außerschulischer Lernort, den das THG regelmäßig besucht. Auf dem Programm standen eine geführte Tour durch die Dauerausstellung und ein Workshop zur vergleichenden Schädelanatomie in der Steinzeitwerkstatt.

„Wir sind thematisch noch nicht so weit, lest Euch mal ein bisschen ein, damit Ihr etwas von dem Tag habt!“, das musste THG-Lehrer und MINT-Koordinator Jan Kaeding den Teilnehmern noch eine Woche vor der Exkursion sagen. Gesagt, getan: Die jungen Biologen kamen gut vorbereitet; auf den Bio-LK kurz vorm Abitur ist Verlass.


Aus „da war ich schon drei Mal beim Kindergeburtstag und zwei Mal mit meinen Eltern“ wurden wunderbare Fachgespräche mit den Museumspädagogen und der Workshop-Leiterin.

Wenn die ersten Schädel auf den Tischen stehen, kommt immer die gleiche ehrfürchtige Frage: „sind die echt?“, leider nein, aber es sind sehr gute Abgüsse. So etwas hat man nicht in der Schulsammlung.

Anhand von unterschiedlichen Schädelmerkmalen lassen sich die Hominiden erkennen und in den Stammbusch der Menschwerdung einsortieren.

 

Kunstprojekt der Q2 zur Wannsee-Konferenz

Bild von G. O.

Im Kunstunterricht bei Frau John malten die Schüler der Q2 einen Schafskopf mit Rippen nach Francisco de Goya und kombinierten ihn mit Arbeiten nach Gerhard Richter. Anlass dazu war der 80. Jahrestages der Wannsee-Konferenz. Aus diesen Elementen schafften die Schülerinnen und Schüler ein zusammenhängendes Werk, mit welchem sie der ermordeten Juden gedenken.

Die angewandte, dunkle Übermalung in einigen Bildern steht für die vielen Grausamkeiten, welche den jüdischen Menschen widerfahren sind. Die verdrehten Augen in den Rippen unterstreichen den Sarkasmus der Taten.

Außerdem wurden Fragmente einer Einladung zur Wannsee-Konferenz übermalt und in die Werke eingebracht.

Der schwierige Begriff der „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt) zeigt sich unter anderem im „Frühstück“, welches die Einladung anpreist. Man darf nicht vergessen, dass man dort grausam über Menschenleben entschieden hat.

Das war der Grund dafür, dass die Kursteilnehmer das Wort „Frühstück“ in den einzelnen Werken besonders hervorhoben.

Bei der Reflexion der Bilder fand auch hat ein Austausch über den zurückliegenden, aufklärenden Besuch des Ehepaars Michalski stattgefunden. Das Gedicht „UNDEFEATED“ des Enkels zeigt, dass die Hoffnung der Juden das Unrecht überstanden hat und es in unserer Verantwortung liegt, dass so etwas nie wieder geschieht. Das begangene Unrecht gegenüber den Juden darf nicht in Vergessenheit geraten.

Ein Text von zwei Schülern der Q2

Sehen Sie auch zu diesem Thema:
moma vor Ort: Vom Haus der Wannseekonferenz

Im Video sehen Sie den Holocaust-Überlebenden Franz Michalski, der vor einiger Zeit selbst Gast am THG war. (Siehe unten) Die entsprechende Stelle beginnt im Video bei 24:44. Die eingeblendete Sendezeit der Stelle ist 7:40 Uhr.

Bereits früher war das Thema Gegenstand der Arbeit von Frau John:

Franz Michalski verhindert das Vergessen – Theodor-Heuss-Gymnasium Essen (thg-essen.de)

Frau Mohrmann-Meßing

Am Samstag, den 22.11.2021 erhielten wir die Nachricht, dass unsere geschätzte Kollegin Maria Mohrmann-Meßing verstorben ist.

Frau Mohrmann-Meßing war von 1981 bis 2011 am Theodor-Heuss-Gymnasium als Musik-, Deutsch- und Sportlehrerin tätig. Unterstützt von Ihrem Mann leitete sie die Schulorchester und -chöre, gab Gesangs- und Geigenunterricht und unterrichtete Musik in der Unter- und Mittelstufe. Legendär waren die von Ihr gegründeten „Young Voices“, ein Gesangsensemble für Frauenstimmen, das über den Rahmen der Schule hinaus bekannt wurde.

Frau Mohrmann-Meßing hat das Musikleben am THG über zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt. Jedem, der sie erlebt hat, wird sie in ihrer unermüdlichen, energievollen und herzlichen Art in Erinnerung bleiben. Wir sind ihr zu großem Dank verpflichtet.

Im Namen der Schulgemeinde

Christian Koehn, Schulleiter