Eine Woche voller MINT an der SommerUni
Olivia berichtet von ihren spannenden Erfahrungen an der Bergischen Universität Wuppertal
Eine Woche lang Universitätsluft schnuppern, spannende Vorlesungen besuchen und MINT-Fächer aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernen. Diese Möglichkeit bot die SommerUni der Bergischen Universität Wuppertal. Das vielfältige Programm richtete sich gezielt an Schülerinnen und sollte sie für Studiengänge und Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern.

Ihre Erlebnisse und Eindrücke fasst Olivia in einem persönlichen Erfahrungsbericht zusammen:
Das Angebot der SommerUni der Bergischen Universität Wuppertal umfasste mehr als 100 frei wählbare Vorlesungen aus dem MINT-Bereich sowie verschiedene, speziell auf Schülerinnen zugeschnittene Veranstaltungen, wie beispielsweise eine Präsentation zum Tunneleffekt. Von Montag bis Donnerstag bestand die Möglichkeit, unterschiedliche Studiengänge durch den Besuch von Vorlesungen kennenzulernen. Am Freitag fand schließlich eine gemeinsame Abschlussveranstaltung außerhalb der Universität statt.
Ich hatte mich für ein Angebot zum Thema Robotik entschieden, bei dem wir sogar selbst die Gelegenheit bekamen, einen Roboter zu programmieren.
An den Vorlesungen hat mir besonders gefallen, dass uns auch komplexe Themen und Zusammenhänge zugetraut wurden. Da ausschließlich motivierte und interessierte Schülerinnen teilnahmen, entstand eine angenehme Lernatmosphäre. Die Beteiligung war völlig zwang- und druckfrei, wodurch auch die Angst, etwas Falsches zu sagen, deutlich geringer war.


Aus jeder 90-minütigen Vorlesung bin ich mit einem guten Gefühl herausgegangen, weil ich viel Neues gelernt habe. Besonders beeindruckt hat mich die Erkenntnis, dass uns mit zunehmendem Wissen immer bewusster wird, wie viel wir eigentlich noch nicht wissen und wie komplex die Welt ist.
So ging es mir beispielsweise in meinen beiden Informatikvorlesungen. Anfangs dachte ich, dass ich den Themen nur schwer würde folgen können. Tatsächlich steckte jedoch deutlich mehr Physik dahinter, als ich erwartet hatte. Dadurch interessiere ich mich heute wesentlich mehr für Informatik als zuvor – insbesondere für das Programmieren mit der Sprache C.
Außerdem konnte ich durch die SommerUni meine Tendenz zu einem Mathematikstudium weiter bestätigen. Besonders die Vorlesung zur mathematischen Optimierung hat mich in meinem Studienwunsch bestärkt.
Einige von uns haben durch die SommerUni ihre Interessengebiete erweitert. Andere haben vielleicht erkannt, dass ihre berufliche Zukunft doch nicht im MINT-Bereich liegt. In jedem Fall haben wir alle viele neue Erfahrungen gesammelt und eine Menge gelernt.
Die SommerUni richtet sich ausschließlich an Schülerinnen, da Frauen in MINT-Studiengängen und -Berufen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert sind. Um dieses Ungleichgewicht langfristig auszugleichen, sind weiterhin gezielte Förderangebote notwendig.
Lasst uns gemeinsam dazu beitragen, junge Frauen zu ermutigen, ihren eigenen Weg in den MINT-Fächern zu gehen. Denn Talent und Begeisterung kennen kein Geschlecht.
Olivia Latendorf (Klasse 10b)