Autor: Silke Meier

ChemieOlympiade – Merle am Max-Planck-Institut

Mit der ChemieOlympiade in die Welt der Forschung

Im Rahmen ihrer erfolgreichen Teilnahme an der Internationalen ChemieOlympiade hatte unsere Schülerin Merle die Gelegenheit, an einem exklusiven Workshop am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim teilzunehmen. Dort erhielt sie spannende Einblicke in die aktuelle chemische Forschung und traf unter anderem Nobelpreisträger Benjamin List.

Ihre Erlebnisse und Eindrücke fasst Merle in einem persönlichen Bericht zusammen:

Am 11. Juni 2026 hatte ich die Möglichkeit, das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim im Rahmen eines Workshops für Teilnehmende der Internationalen ChemieOlympiade (IChO) zu besuchen.

Zu Beginn haben wir das Institut kennengelernt und Einblicke in verschiedene Forschungsbereiche bekommen. Besonders interessant fand ich dabei die analytische Chemie, da solche Teilbereiche kaum im Unterricht thematisiert werden. Dort wurde uns gezeigt, wie z. B. NMR-Geräte funktionieren, um die Struktur von Molekülen aufzuklären.

Anschließend hatten wir die Gelegenheit, mit Benjamin List ins Gespräch zu kommen. Er erhielt 2021 den Nobelpreis für Chemie für seine Arbeiten zur asymmetrischen Organokatalyse. In einer offenen Fragerunde konnten wir ihm Fragen zu seiner Forschung, seinem Werdegang und allgemein zum Alltag in der Wissenschaft stellen. 

Dabei sprach er unter anderem darüber, wie wichtig es ist, etwas zu machen, das einen wirklich interessiert und der eigenen Begeisterung zu folgen. Er erzählte außerdem, dass neue Ideen oft dann entstehen, wenn man bereit ist, auch einmal einen anderen Weg einzuschlagen als die meisten anderen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass solche Wege nicht immer sofort zum Erfolg führen und man deshalb Ausdauer braucht, um an einer Idee festzuhalten.

Neben dem Programm blieb auch Zeit, die anderen Teilnehmenden kennenzulernen und sich auszutauschen. Ein besonderes Highlight war natürlich die Nobelpreis-Medaille von Benjamin List, die viele von uns sogar selbst in die Hand nehmen durften.

Merle Scheffer

MINT 7 bei freestyle-physics

Stabile Kräne aus Schaschlikspießen und Gummibändern

Auch in diesem Jahr hat das Theodor-Heuss-Gymnasium wieder an freestyle-physics auf dem Campus Duisburg der Universität Duisburg-Essen teilgenommen. Seit 2023 sind wir regelmäßig bei diesem besonderen Physikwettbewerb dabei, bei dem es um kreatives Problemlösen, physikalisches Verständnis und praktisches Tüfteln geht.

Für unsere Forscher aus dem Kurs MINT 7 stand in diesem Jahr die Aufgabe „Duisburger Hafenkran: Die Schaschlik-Edition“ auf dem Programm. Ziel war es, einen möglichst leichten und gleichzeitig stabilen Portalkran zu bauen. Die Vorgaben waren anspruchsvoll: Der Kran durfte nur aus Schaschlikspießen und Gummibändern bestehen, musste von allein stehen, einen freien Abstand von 40 cm überbrücken und ein Gewicht von 400 g tragen. Außerdem durfte die Konstruktion nur eine begrenzte Stellfläche einnehmen.

Unsere beiden Gruppen stellten sich dieser Herausforderung mit großem Einsatz. Beide Teams bauten funktionierende Portalkräne, die jeweils etwa 90 g wogen und das vorgegebene Gewicht tragen konnten. Damit waren unsere Gruppen gut mit dabei. Die Siegerkonstruktion mit nur 36 g Gesamtmasse blieb zwar unerreicht, aber auch unsere Kräne zeigten sehr deutlich, wie viel Stabilität man mit einfachen Materialien erreichen kann, wenn Konstruktion, Kraftverteilung und Ausdauer zusammenkommen.

Wie jedes Jahr bot freestyle-physics nicht nur den Wettbewerb selbst, sondern auch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Das große Festzelt auf dem Campus war voller Schülerinnen und Schüler, die ihre Konstruktionen präsentierten, testeten, verbesserten und mit den Lösungen anderer Gruppen verglichen. Dazu kamen Laborführungen und Vorlesungen, die einen direkten Einblick in Forschung und Studium ermöglichten.

Unsere Schülerinnen und Schüler besuchten unter anderem eine Vorlesung zum Thema Sonnenjets. Dabei konnten sie nicht nur zuhören, sondern dem Professor auch eigene kluge Fragen stellen. Besonders spannend war außerdem eine Laborführung in einem Institut, das sich mit der Entstehung von Planeten beschäftigt. Dort wurden Experimente vorgestellt, die unter Bedingungen der Schwerelosigkeit durchgeführt werden, zum Beispiel im Fallturm in Bremen oder bei Parabelflügen in der Nähe von Bordeaux. Einige der gezeigten Versuchsaufbauten waren bereits mehrfach bei solchen Forschungsflügen im Einsatz.

Auch die Frage, was man für ein Physikstudium mitbringen sollte, wurde offen angesprochen. Die Antwort der Wissenschaftler war für viele überraschend klar: Mathematik kann man an der Universität lernen, wenn man bereit ist, sich intensiv darauf einzulassen. Mindestens genauso wichtig sind hohe Einsatzbereitschaft und Teamwork. Eine gute Arbeitsgruppe, mit der man gemeinsam denkt, rechnet und durchhält, ist im Studium ein entscheidender Faktor.

So wurde der Tag auf dem Campus Duisburg zu einer gelungenen Mischung aus Wettbewerb, Forschungseinblick und Studienorientierung. Unsere Schülerinnen und Schüler konnten ausprobieren, nachfragen, vergleichen und erleben, wie lebendig Naturwissenschaften sein können. Vielleicht hat der Besuch bei dem einen oder anderen sogar Lust auf ein späteres naturwissenschaftliches Studium gemacht.

Biologie zum Anfassen

Q1 untersucht Ökosysteme im Rumbachtal

Mit drei Biologiekursen der Q1 ging es für unsere Oberstufe ins Rumbachtal nach Essen-Haarzopf. Passend zum Unterrichtsschwerpunkt Ökologie konnten die Schülerinnen und Schüler dort biologische Zusammenhänge nicht nur theoretisch betrachten, sondern direkt im Gelände untersuchen.

Im Mittelpunkt der Exkursion standen verschiedene Ökosysteme des Rumbachtals. In Kleingruppen kartierten die Jugendlichen zunächst eine 10 x 10 Meter große Untersuchungsfläche im terrestrischen Ökosystem Wald. Dabei wurden Pflanzen bestimmt, Baumumfänge gemessen, Baumgrößen erfasst und daraus Rückschlüsse auf das Alter einzelner Bäume gezogen. So entstand ein genauer Blick auf die Struktur des Waldökosystems und die Vielfalt der dort vorkommenden Pflanzen.

Auch das aquatische Ökosystem Bach wurde untersucht. Die Schülerinnen und Schüler entnahmen Wasserproben, suchten nach Lebewesen im Bach und konnten dabei unter anderem Bachflohkrebse und Steinfliegenlarven entdecken. Einige Gruppen wateten besonders intensiv durch den Bach und fanden sogar kleine Fische. So wurde deutlich, wie viel Leben sich in einem naturnahen Gewässer auf engem Raum beobachten lässt.

Neben der fachlichen Arbeit kam auch das gemeinsame Erleben nicht zu kurz. Die Schülerinnen und Schüler konnten über ihre Kursgrenzen hinweg mit Freunden zusammenarbeiten und das Fach Biologie einmal ganz praktisch begreifen. Mit dabei war außerdem unser Schulhund Kylo, der die Exkursion aufmerksam begleitete.

Für alle Beteiligten war der Ausflug ins Rumbachtal eine spannende und ereignisreiche Exkursion, bei der es viel zu entdecken gab. Ökologie wurde so nicht nur Unterrichtsthema, sondern direkt erfahrbar.

Leuchtturmprojekt verbindet Grundschule und Oberstufe

Kreativität, Teamarbeit und jede Menge Begeisterung prägten den heutigen Vormittag an der Adolf-Clarenbach-Grundschule in Heiligenhaus. Der Pädagogikkurs des Theodor-Heuss-Gymnasiums gestaltete gemeinsam mit einer Grundschulklasse ein Leuchtturmprojekt, bei dem jedes Kind seinen eigenen Leuchtturm bastelte.

Mit viel Geduld und Engagement begleiteten die Schülerinnen und Schüler des Pädagogikkurses die Grundschulkinder Schritt für Schritt beim Basteln. Dabei entstanden nicht nur viele individuelle Leuchttürme, sondern auch zahlreiche schöne Begegnungen. Für die Oberstufenschülerinnen und -schüler war es eine wertvolle Gelegenheit, erste praktische Erfahrungen im pädagogischen Arbeiten zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und ihre Kommunikationsfähigkeiten weiterzuentwickeln.

Am Ende konnten alle stolz ihre fertigen Leuchttürme präsentieren. Ein gelungener Projekttag, der gezeigt hat, wie viel Freude gemeinsames Lernen und gegenseitige Unterstützung bereiten können.

Herr Buring

Die Schulgemeinde trauert um Hans Buring, der kurz nach der Vollendung seines 88. Lebensjahres verstorben ist. Er war von 1965 bis 1999 Mitglied des Kollegiums des THG und unterrichtete die Fächer Deutsch und Erdkunde. Einer Vielzahl von Schülerinnen und Schülern wird er insbesondere in Erinnerung bleiben als die Person, die das Schülerkabarett „Die Kettwichte“ über Jahre geprägt hat und dieses über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gemacht hat. 

Wir verlieren mit Hans Buring einen humorvollen, geachteten und geschätzten Lehrer und Kollegen und werden sein Andenken mit der Fortführung der Kettwichte bewahren.

Herzliche Einladung

Am Mittwoch, den 1. Juli 2026, laden die musikalischen Ensembles des THG herzlich zum diesjährigen Sommerkonzert ein. Das Konzert beginnt um 19:30 Uhr in der Kirche St. Peter (Münzbergerplatz 8).

Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm mit dem Kettwiger Orchester, den Orchester Kids, ECHO sowie dem Unterstufenchor unter der Leitung von Julian Wieder.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher!

Englischunterricht auf vier Pfoten

Kylo zu Besuch in der 5. Klasse

Besonderen Besuch erhielt eine fünfte Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums am vergangenen Freitag: Schulhund Kylo schaute im Englischunterricht vorbei und unterstützte die Schülerinnen und Schüler beim Lernen neuer Vokabeln.

Passend zum Thema „Hundeverhalten“ beschäftigte sich die Klasse mit englischen Eigenschaftswörtern und beschrieb Kylos Verhalten. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler unter anderem Wörter wie friendly, curious, calm oder playful kennen und konnten diese direkt an einem echten Beispiel anwenden.

Kylo zeigte sich dabei von seiner besten Seite und sorgte mit seiner ruhigen und freundlichen Art für eine entspannte Lernatmosphäre. Die Kinder arbeiteten motiviert mit und hatten sichtlich Freude daran, die neuen Begriffe unmittelbar im Umgang mit dem Schulhund zu verwenden.

Zum Abschluss der Stunde durfte natürlich auch die verdiente Kuscheleinheit nicht fehlen. Für Kylo gab es viele Streicheleinheiten und für die Klasse eine besondere Englischstunde, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Jahrgangsstufe 8 erkundet das Ökosystem Wald

Im Biologieunterricht hat die Jahrgangsstufe 8 das schulnahe Ökosystem Wald untersucht. Ziel der Exkursion war es, die Artenkenntnis der Schülerinnen und Schüler zu vertiefen und ökologische Zusammenhänge direkt vor Ort zu erfassen.

Dazu kartierte jede Arbeitsgruppe eine 100 m² große Untersuchungsfläche. Mit Hilfe von Bestimmungsbüchern und iPads wurden Pflanzenarten erfasst, bestimmt und digital dokumentiert. Ergänzend führten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Messungen durch und untersuchten die Bedingungen ihres Waldabschnitts.

So entstand eine digitale Kartierung des Waldes, die einen Einblick in die Artenvielfalt und die Struktur dieses wichtigen Lebensraums ermöglicht.

THG radelt 2500 Kilometer beim Schulradeln

Am Dienstag, den 19. Mai, waren die Klassen 9a bis 9c des Theodor-Heuss-Gymnasiums im Rahmen des Schulradelns der Stadt Essen mit dem Fahrrad unterwegs und sammelten gemeinsam rund 2500 Kilometer für das THG.

Je nach Gruppe wurden zwischen 30 und 50 Kilometer gefahren. Ursprünglich waren teilweise kürzere Strecken vorgesehen, doch viele Schülerinnen und Schüler entschieden sich spontan dazu, ihre Touren noch zu erweitern. So ging es entlang der Ruhr, rund um den Baldeneysee oder sogar bis nach Steele.

Neben dem sportlichen Aspekt spielte auch das gemeinsame Erlebnis eine große Rolle. Viele Schülerinnen und Schüler entdeckten neue Wege und Verbindungen in ihrer eigenen Umgebung und erlebten, wie alltagstauglich das Fahrrad in Essen sein kann.

Nachdem die Veranstaltung in den vergangenen beiden Wochen wetterbedingt verschoben werden musste, hielt das Wetter diesmal bis zum Ende durch. Erst nach dem gemeinsamen Abschluss im Löwental begann der Regen.

Ein Zwischenstopp an der Korte-Klippe mit ihrer Aussicht über das Ruhrtal sowie ein Eis bei Haus Scheppen durften natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Mit Aktionen wie dem Schulradeln setzt das THG ein Zeichen für nachhaltige Mobilität, Bewegung im Alltag und eine aktive Schulgemeinschaft.

Projektkurs SportBioChemie erlebt Krav Maga

Der Projektkurs SportBioChemie der Jahrgangsstufe 12 hatte am vergangenen Wochenende die Gelegenheit, einen besonderen Einblick in die Selbstverteidigungssportart Krav Maga zu erhalten. Gastgeber war Krav Maga Essen, wo die Schülerinnen und Schüler einen spannenden und intensiven Vormittag verbringen konnten.

Im Mittelpunkt des Projekttages standen verschiedene Angriffsszenarien und die Frage, wie der menschliche Körper in Stresssituationen reagiert.

Gemeinsam mit den Trainern wurden unterschiedliche Gefahrensituationen zunächst theoretisch besprochen und anschließend praktisch erprobt.

Dabei konnten die Teilnehmenden selbst erfahren, wie wichtig schnelle Entscheidungen, Körperkontrolle und klare Abläufe in realitätsnahen Situationen sind.

Besonders eindrucksvoll war der abschließende Praxisteil: Einige der zuvor erlernten Techniken wurden unter gezielt erzeugtem Stress erneut getestet.

Schnell zeigte sich, wie stark Stress unseren Körper und unsere Wahrnehmung beeinflusst. Bewegungsabläufe und Techniken, die zuvor problemlos funktioniert hatten, waren plötzlich deutlich schwerer abrufbar.

Der Projekttag bot damit nicht nur spannende sportliche Erfahrungen, sondern auch wertvolle Einblicke in die biologischen und chemischen Prozesse, die in Stresssituationen im menschlichen Körper ablaufen — und stellte damit eine perfekte Verbindung zwischen Sport und Naturwissenschaft dar.

Ein herzlicher Dank gilt dem Team von Krav Maga Essen für die engagierte Betreuung und die interessanten Einblicke in Training, Selbstverteidigung und Stressbewältigung.