Kartoffeln statt Klassenzimmer
Klasse 5d erlebt Landwirtschaft hautnah in Heiligenhaus
Für einen gelungenen Auftakt in das fächerübergreifende Projekt „Landwirtschaft“ hat sich die Klasse 5d heute auf den Weg nach Heiligenhaus gemacht, um gemeinsam Kartoffeln zu setzen. Die frühe Lea und die rot leuchtende Laura, nicht unsere Schülerinnen, sondern die Kartoffeln, wurden mit viel Sorgfalt in die Erde gebracht und mit selbiger angehäufelt.







Gemeinsam betrachteten wir einige riesige Exemplare und krumme Dinger, Ernte aus dem letzten Jahr, die in einer solchen Formvielfalt im Supermarkt nicht zu finden ist. Warum nicht war den Kindern schleierhaft, denn sie schmecken genauso gut. 35% der Ernte wirft ein Kartoffelbauer weg, jährlich mehrere tausend Tonnen in Deutschland. Einfach weil sie nicht der Norm entsprechen. Diese Zahlen regten uns zum Nachdenken an: warum können diese Kartoffeln nicht an Tiere verfüttert oder in ärmere Länder verschifft werden? Selbst Biogasanlagen wollten letztes Jahr keine Kartoffeln, warum? Anregungen, die bestimmt im folgenden Projekt zur Verbindung von Biologie und Erdkunde aufgearbeitet werden.



Wie viel Arbeit hinter einem Sack Kartoffeln steckt, können die Kinder im Oktober erleben, wenn sie die eigenen Setzlinge ernten. Neben der Hauptfigur des Tages, der Kartoffel,hatten die Kinder Einblicke in eine artgerechte Hühnerhaltung und Gestaltung eines naturnahen Bachlaufes, den sie mit viel Hingabe vom Moss und Algen aus dem Herbst befreiten.


Dreckig, ausgepowert und gut gelaunt konnte uns bei dem Sonnenschein auch der ausgefallene Bus auf dem Rückweg nicht groß verärgern.


































