Autor: THG

Ehemaligentreffen 2022

Nach zweimaliger Verschiebung lädt das Theodor-Heuss-Gymnasium am Samstag, den 20. August 2022 endlich wieder einmal alle ehemaligen Schüler und Lehrer zu sich ein. Von 19:00 bis 23:00 Uhr besteht bei kühlen Getränken und Grillwürstchen die Gelegenheit, alte Schulkameraden wiederzutreffen. Gepflegter Jazz sorgt für eine passende musikalische Untermalung. So können die Ehemaligen gemeinsam in schönen (und vielleicht auch nicht so schönen) Erinnerungen schwelgen. Erlebnisse werden wieder wach am Ort des Geschehens.

Die Veranstaltung findet ausschließlich im Freien statt.

Wassersportwoche der EF

Lifetime-Sport, so der Name des Wassersport-Zentrums, in dem wir unsere diesjährige Stufenfahrt verbrachten. Gemeinsam mit unseren Lehrern erlebten wir eine unvergessliche Woche mit viel Sport und Spaß im wunderschönen Holland.

Die Hauptaktivität war Windsurfen. Im Grunde hatten alle sehr viel Spaß daran, nur leider waren die ersten Tage sehr kalt, weswegen sich nicht alle aufs Wasser wagten. Abgesehen von dem Wassersport gab viele andere sportliche Aktivitäten.

Wir hatten einen Basketballplatz, ein Volleyballfeld und beides nutzten wir an zahlreichen Nachmittagen und Abenden – am letzten Tag wir alle. Die Abende, die wir in den Bungalows verbrachten, waren immer sehr lustig. Das morgendliche Aufstehen (teils sehr früh) war aber auch keine Tragödie. Was wir uns vielleicht alle gewünscht hätten, war mehr Zeit nach dem Abendessen fürs Kochen, gemeinsame Aktivitäten oder das gemütliche Zusammensein mit den Anderen in deren Bungalows.

Wäre da das leidige Thema Unterkunft, hier die Bungalows … An sich waren sie ganz schön und auch wirklich sehr gemütlich. Leider war ein Großteil nicht renoviert. Die renovierten waren deutlich schöner als die anderen und hatten einen sehr wohnlichen Charakter. Die anderen sahen eher aus wie abgenutzte Motel-Zimmer. Aber für fünf Tage war das in Ordnung, insbesondere nachdem die Regale mit Süßigkeiten und sonstigen Leckereien bestückt wurden. Sehr gut dagegen gefiel allen die selbstständige Versorgung im eigenen Bungalow. Der Supermarkt war mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß problemlos zu erreichen, wenn auch ein bisschen weit entfernt. Insofern hat es uns während der ganzen Zeit an nichts gefehlt.

Wenn auch der Wassersport der vorrangige Grund war, warum wir dort hingefahren sind, so hätte uns etwas mehr Entscheidungsfreiheit bei den Aktivitäten besser gefallen. Ich glaube, ich kann in diesem Punkt für alle sprechen. So war denn auch Mittwoch der beste Tag. Da konnten wir frei wählen, was wir gerne machen wollten.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine unvergessliche Zeit war. Alle hatten sehr viel Spaß, die Schüler wie die Lehrer. Wir waren froh, trotz Corona gemeinsam wegfahren zu können. Hätten einige wohnlichere Bungalows gehabt, so hätten wir alle für eine Verlängerung gestimmt. Demnächst vielleicht auch im Sommer, damit das Wasser nicht mehr so kalt ist. Aber das Wichtigste: Wir konnten als Stufe mehr zusammenwachsen. Und das hat definitiv geklappt.

Alex Mpaltoumis

Süßigkeitenverkauf für die Ukraine

Anlässlich der Krise in der Ukraine hatten fünf Schülerinnen der Klasse 5a eine besondere Idee: Sie baten ihre Eltern um Spenden von Süßigkeiten für einen Sonderverkauf zugunsten der Menschen dort. An vier Tagen boten sie nach dem Unterricht feil, was zusamengekommen war. Und der Erfolg blieb nicht aus: Die stolze Summe von 225 Euro konnte für die Menschen in Not auf das Spendenkonto der Johanniter überwiesen werden.

Überwältigend war dabei nicht nur das Interesse am Erwerb der Leckereien, auch die Bereitschaft zu spenden fand Isabella eindrucksvoll: „Für mich war es überraschend, dass viele über den Preis der Süßigkeiten hinaus gespendet haben. Viele haben auch auf das Wechselgeld verzichtet.“

Tatsächlich bildeten sich regelmäßig Menschentrauben um den liebevoll dekorierten Verkaufstisch.Jonathan aus der Klasse acht findet die Aktion gut, „weil die Ukraine Hilfe von der Schule braucht und alle helfen sollten.“ Leandra, die bei der Aktion mitgemacht hat, fand es gut, „dass unsere Idee, der Ukrainer zu helfen, auch von der Schule ermöglicht und unterstützt wurde.“ Dass letztlich so viel Geld zusammen kam, fand Miya überraschend und sie ist sich sicher, „dass damit auch wirklich geholfen werden kann.“Isabella, Miya, Leandra, Marlena und Vanessa beim Verkauf der Restbestände am letzten Tag.

Sekretatiat nicht besetzt

Aufgrund von Krankheit ist unser Sekretariat zur Zeit geschlossen bzw. zeitlich nur sehr begrenzt besetzt. Wir bitten Sie, dies bei Ihren Anliegen zu berücksichtigen.

Frieden!

Einen Beitrag gegen den Krieg und für den Frieden leisteten die Schülerinnen und Schüler des THG. Nachdem die Schülervertretung die Friedenstaube auf dem Schulhof aufgezeichnet hatte, versammelten sich alle, um ihre Sehnsucht nach dem Ende des Krieges in der Ukraine zum Ausdruck zu bringen.

Die Evolution des Menschen erkunden

Ins Neanderthalmuseum führte die Abschluss-Exkursion des diesjärigen Leistungskurses 12 Biologie. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei einen besonderen Einblick in die Humanevolutionsforschung. Und sie erlebten einen wunderbarer außerschulischer Lernort, den das THG regelmäßig besucht. Auf dem Programm standen eine geführte Tour durch die Dauerausstellung und ein Workshop zur vergleichenden Schädelanatomie in der Steinzeitwerkstatt.

„Wir sind thematisch noch nicht so weit, lest Euch mal ein bisschen ein, damit Ihr etwas von dem Tag habt!“, das musste THG-Lehrer und MINT-Koordinator Jan Kaeding den Teilnehmern noch eine Woche vor der Exkursion sagen. Gesagt, getan: Die jungen Biologen kamen gut vorbereitet; auf den Bio-LK kurz vorm Abitur ist Verlass.


Aus „da war ich schon drei Mal beim Kindergeburtstag und zwei Mal mit meinen Eltern“ wurden wunderbare Fachgespräche mit den Museumspädagogen und der Workshop-Leiterin.

Wenn die ersten Schädel auf den Tischen stehen, kommt immer die gleiche ehrfürchtige Frage: „sind die echt?“, leider nein, aber es sind sehr gute Abgüsse. So etwas hat man nicht in der Schulsammlung.

Anhand von unterschiedlichen Schädelmerkmalen lassen sich die Hominiden erkennen und in den Stammbusch der Menschwerdung einsortieren.

 

Kunstprojekt der Q2 zur Wannsee-Konferenz

Bild von G. O.

Im Kunstunterricht bei Frau John malten die Schüler der Q2 einen Schafskopf mit Rippen nach Francisco de Goya und kombinierten ihn mit Arbeiten nach Gerhard Richter. Anlass dazu war der 80. Jahrestages der Wannsee-Konferenz. Aus diesen Elementen schafften die Schülerinnen und Schüler ein zusammenhängendes Werk, mit welchem sie der ermordeten Juden gedenken.

Die angewandte, dunkle Übermalung in einigen Bildern steht für die vielen Grausamkeiten, welche den jüdischen Menschen widerfahren sind. Die verdrehten Augen in den Rippen unterstreichen den Sarkasmus der Taten.

Außerdem wurden Fragmente einer Einladung zur Wannsee-Konferenz übermalt und in die Werke eingebracht.

Der schwierige Begriff der „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt) zeigt sich unter anderem im „Frühstück“, welches die Einladung anpreist. Man darf nicht vergessen, dass man dort grausam über Menschenleben entschieden hat.

Das war der Grund dafür, dass die Kursteilnehmer das Wort „Frühstück“ in den einzelnen Werken besonders hervorhoben.

Bei der Reflexion der Bilder fand auch hat ein Austausch über den zurückliegenden, aufklärenden Besuch des Ehepaars Michalski stattgefunden. Das Gedicht „UNDEFEATED“ des Enkels zeigt, dass die Hoffnung der Juden das Unrecht überstanden hat und es in unserer Verantwortung liegt, dass so etwas nie wieder geschieht. Das begangene Unrecht gegenüber den Juden darf nicht in Vergessenheit geraten.

Ein Text von zwei Schülern der Q2

Sehen Sie auch zu diesem Thema:
moma vor Ort: Vom Haus der Wannseekonferenz

Im Video sehen Sie den Holocaust-Überlebenden Franz Michalski, der vor einiger Zeit selbst Gast am THG war. (Siehe unten) Die entsprechende Stelle beginnt im Video bei 24:44. Die eingeblendete Sendezeit der Stelle ist 7:40 Uhr.

Bereits früher war das Thema Gegenstand der Arbeit von Frau John:

Franz Michalski verhindert das Vergessen – Theodor-Heuss-Gymnasium Essen (thg-essen.de)

Frau Mohrmann-Meßing

Am Samstag, den 22.11.2021 erhielten wir die Nachricht, dass unsere geschätzte Kollegin Maria Mohrmann-Meßing verstorben ist.

Frau Mohrmann-Meßing war von 1981 bis 2011 am Theodor-Heuss-Gymnasium als Musik-, Deutsch- und Sportlehrerin tätig. Unterstützt von Ihrem Mann leitete sie die Schulorchester und -chöre, gab Gesangs- und Geigenunterricht und unterrichtete Musik in der Unter- und Mittelstufe. Legendär waren die von Ihr gegründeten „Young Voices“, ein Gesangsensemble für Frauenstimmen, das über den Rahmen der Schule hinaus bekannt wurde.

Frau Mohrmann-Meßing hat das Musikleben am THG über zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt. Jedem, der sie erlebt hat, wird sie in ihrer unermüdlichen, energievollen und herzlichen Art in Erinnerung bleiben. Wir sind ihr zu großem Dank verpflichtet.

Im Namen der Schulgemeinde

Christian Koehn, Schulleiter